Eine Woche zwischen Gipfeln, Trails und Genuss
Einer der diesjährigen Höhepunkte unserer Mountainbike-Gruppe war ohne Zweifel die Stoneman-Dolomiti-Woche.
Traumwohnung mit traumhafter Aussicht – und sportlichem Frühstück
Unser Apartment oberhalb von Sexten war ein echter Volltreffer. Eigentlich für sechs Personen ausgelegt, hatten wir zu dritt mehr als genug Platz. Der Ausblick auf das Alpenpanorama und das tief unter uns liegende Sexten war einfach spektakulär.
Der einzige kleine Haken: Wer morgens frische Brötchen wollte, musste zunächst rund 90 Höhenmeter und einige Serpentinen ins Tal bewältigen – und anschließend natürlich alles wieder hinauf. Das machte den Brötchenkauf fast schon zur ersten Trainingseinheit des Tages.
Zum Glück bewies Micha schon nach wenigen Tagen seinen bekannten Fuchs-Instinkt. Beim nächsten Einkauf landeten kurzerhand Hefe, Mehl und weitere Zutaten im Einkaufswagen. Von da an gab es jeden Morgen selbstgebackene Brötchen und frisches Brot. Das sparte nicht nur Höhenmeter, sondern bescherte uns auch den Duft einer kleinen Dorfbäckerei direkt im Apartment.
Kulinarik statt Energieriegel
Für die notwendige Kalorienversorgung war ebenfalls bestens gesorgt. Mit Norbert hatten wir schließlich einen ambitionierten Hobbykoch dabei, der seine Kochkünste bereits in zahlreichen VHS-Kursen verfeinert hatte. So wurden wir jeden Abend mit leckeren Gerichten verwöhnt – schließlich wollen die vielen Höhenmeter auch ordentlich bezahlt werden.
Erst eingewöhnen – dann Abenteuer
Die ersten beiden Tage dienten der Akklimatisierung. Schließlich fährt man nicht jeden Tag in fast 2.000 Metern Höhe Mountainbike. Also erkundeten wir zunächst die umliegenden Trails und genossen die fantastische Landschaft.
Natürlich durfte auch das Baden nicht fehlen. Also suchten wir einen idyllischen Bergsee auf. Die Begeisterung über das glasklare Wasser hielt allerdings genau so lange an, bis die ersten Füße Kontakt mit der Wassertemperatur aufnahmen. Während einige tapfer hineinsprangen, entschieden andere spontan, dass Zuschauen ebenfalls eine sportliche Disziplin sein kann.
Ein zweiter Badesee stand ebenfalls auf dem Programm. Petrus hatte allerdings andere Pläne. Kurz vor dem Ziel zog ein kräftiges Gewitter auf und verwandelte unsere gemütliche Ausfahrt kurzfristig in ein kleines Zeitfahren. Selten dürfte eine Gruppe so motiviert Richtung Unterkunft gefahren sein. Den zweiten Badesee holten wir deshalb einfach am letzten Urlaubstag nach.
Der Stoneman – das Highlight der Woche
Dann wurde es ernst.
An zwei Tagen wartete der Stoneman Dolomiti auf uns – mit allem, was dazugehört: endlosen Anstiegen, anspruchsvollen Trails, beeindruckenden Ausblicken und jeder Menge Höhenmetern.
Jeder kämpfte zwischendurch mit sich selbst, doch genau diese Mischung aus Anstrengung, Teamgeist und Natur macht den besonderen Reiz des Stoneman aus. Oben angekommen waren die Strapazen jedes Mal sofort vergessen.
Natürlich durfte auch unsere tägliche „isotonische Flüssigkeitsversorgung“ am Abend nicht fehlen. Ob Petrus dadurch tatsächlich milde gestimmt wurde, wissen wir zwar nicht – aber bis auf das eine Gewitter meinte er es die gesamte Woche ausgesprochen gut mit uns.
Rennrad trifft Dolomiten
Nach dem Mountainbike-Abenteuer wechselten wir für einen Tag auf die Rennräder. Die legendären Dolomitenstraßen einmal selbst zu erleben, war ein weiteres Highlight der Woche.
Lange Anstiege wurden mit traumhaften Ausblicken belohnt, und die anschließenden Abfahrten sorgten für ein breites Grinsen unter den Helmen. Kurve für Kurve wurde klar, warum die Dolomiten für viele Radfahrer ein Sehnsuchtsort sind.
Zum Abschluss noch Downhill
Als wäre das Programm noch nicht abwechslungsreich genug gewesen, entdeckten wir am letzten Tag auch noch das Downhill-Fahren für uns. Mit den Mountainbikes ging es bequem per Gondel nach oben – und anschließend durfte bergab einfach nur noch der Fahrspaß genossen werden.
Ein gelungener Abschluss einer ohnehin außergewöhnlichen Woche.
Kultur muss schließlich auch sein
Natürlich bestand die Dolomitenwoche nicht ausschließlich aus Radfahren. Am letzten Abend besuchten wir den Olympia-Campingplatz und ließen den Urlaub gemütlich ausklingen. Außerdem durfte ein Besuch einer traditionellen Käserei nicht fehlen. Dort erfuhren wir einiges über die Herstellung der regionalen Spezialitäten – selbstverständlich inklusive ausgiebiger Verkostung.
Fazit
Nach sieben abwechslungsreichen Tagen machten wir uns am frühen Samstagmorgen wieder auf den Heimweg Richtung Niederrhein.
Die Bilanz konnte sich sehen lassen:
- unzählige Höhenmeter,
- jede Menge Trails und Passstraßen,
- fantastische Landschaften,
- hervorragendes Essen,
- viele gemeinsame Lacher,
- keine Materialschäden,
- keine Verletzungen
- und jede Menge Erinnerungen.
Oder anders gesagt: Alle kamen gesund und glücklich wieder nach Hause – sehr zur Freude unserer Frauen, die ihre Männer vollständig, unversehrt und ohne bleibende Wehwehchen wieder in Empfang nehmen konnten.
So bleibt diese Dolomitenwoche garantiert noch lange in bester Erinnerung – und eines ist sicher: Nach dem Stoneman ist vor dem nächsten gemeinsamen Abenteuer!

